Firmenhistorie

2012 | Renovierung

Im September 2012 erstrahlte die Niederlassung in der Oldenburger Achternstraße von innen in neuem Glanz und von außen in einem warmen beerenrot.

2007 | Top 100 Akustiker

Am 3.01.2007 erhält Hörgeräte Schulz die Auszeichnung der TOP 100 inhabergeführten mittelständischen Hörakustikern in Deutschland.

2006 | Top 100 Optiker

Für viele Menschen ist Freitag der 13. ein Tag, an dem man besser zuhause bleibt. Nicht für die Familie Schulz, sie erhielt am Freitag, den 13. Januar 2006 aus den Händen der bekannten Moderatorin Nina Ruge die Urkunde, die besagt, dass das inhabergeführte mittelständische Unternehmen zu den Top 100 Optikern Deutschlands gehört.

Eine unabhängige Jury aus Wissenschaft, Marketing und Publizistik ermittelte aus zahlreichen Wettbewerbsteilnehmern die TOP 100 Optiker 2006. Für die Juroren waren vor allem fünf Kriterien wichtig, von denen sich die Marketing- und Betriebswirtschaftsexperten gleich vor Ort anhand aufwendiger Geschäftsbeobachtungen und dezidierter Testkäufe überzeugten.

1994 | Übernahme der Geschäftsführung

Beate und Axel-Otto Schulz übernehmen von Ihrem Vater Helmut Schulz die Geschäftsführung von Optiker Schulz

1993 | Beate Schulz

Beate Schulz konnte sich nach dem Abitur am Neuen Gymnasium in Oldenburg nicht sofort für einen Berufszweig entscheiden. Ihr Vater riet ihr, es doch einfach mal als Optikerin zu versuchen. Sie folgte diesem Rat und erlernte von 1982 bis 1985 bei Gebr. Lange in Bremen das Handwerk der Augenoptikerin.

Doch noch war sie sich des Berufsweges nicht sicher und sie fing in Hamburg nach der Ausbildung ein Jurastudium an. Um das Studium zu finanzieren arbeitete sie in Hamburg als Optikerin.

Als sie feststellte, das sie mehr Zeit als Optikerin, denn als Studentin verbrachte, wurde ihr klar, auch sie würde in das Familienunternehmen in Oldenburg einsteigen. Sie begann somit die Ausbildung als staatlich geprüfte Augenoptikerin in Köln an der Meisterschule und schloss dort mit dem Meistertitel der Augenoptik 1993 ab.

1989 | Eröffnung des Geschäftes Optiker Schulz in Oldenburg

04.03.1989 Eröffnung des Geschäftes Optiker Schulz in Oldenburg nach aufwendigem Umbau mit verschiedenen Modernisierungs- und Statikveränderungen unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes.

1988 | Axel-Otto Schulz

Axel-Otto Schulz schaute seinem Vater Helmut Schulz schon als Kind über die Schulter und fand Gefallen an dem Beruf des Optikers und des Hörgeräteakustikers; so begann er 1985 seine Ausbildung bei Optiker Liebherr in Delmenhorst und schloss dort 1988 eine Ausbildung als Augenoptiker ab. Danach absolvierte er eine Ausbildung als Hörgeräteakustiker im väterlichen Betrieb in Oldenburg.

1993 legte er bei der Handwerkskammer Oldenburg die Prüfung -zum Betriebswirt des Handwerks ab.

1966 | Eröffnung Hörakustik

Mit der Eröffnung der Fachabteilungen für Hörgeräte und Kontaktlinsen im Jahre 1966 entwickelte sich das Familienunternehmen stark.

Eine Filiale für Hörakustik kam 1986 hinzu. Die Erweiterung entstand aus dem Gedanken näher am Kunden zu sein, so waren viele aus dem Friesoyther Bereich bereits Kunde bei Optiker Schulz in Oldenburg. Der ansässige HNO-Arzt war über die neue Filiale sehr erfreut.

1965 | Helmut Schulz übernimmt Geschäftsführung

Helmut Schulz, Sohn von Otto E.A. Schulz entschied sich ebenso wie sein Vater für den Beruf des Augenoptikers.

Von 1951 bis 1954 absolvierte er eine Lehre beim Optiker Gebrüder Lange in Bremen. Danach führte ihn sein beruflicher Weg nach Hamburg zu Optiker Kelb.

Von 1958 bis 1960 besuchte er die Höhere Fachschule für Augenoptik in Köln und schloss seine Ausbildung als Staatlich geprüfter Augenoptiker und Augenoptikermeister ab.

Nun trat er in das Familienunternehmen in Oldenburg ein und übernahm 1965 die Geschäftsführung.

1957 | 100. Geburtstag

1957 feiert das Familienunternehmen Optiker Schulz seinen 100. Geburtstag.

Zur Jubiläumsfeier wird am 11. Mai 1957 ins Hotel Graf Anton Günther geladen. Die Speisenfolge ist auf der Einladungskarte abgedruckt. Es gibt eine Kraftbrühe „Royal“ als Vorspeise, dann wird ein pikantes Küken-Ragout mit Champignons und Nusskartoffel, gespicktes Rinderfilet mit Gemüse und Salaten und zum Dessert eine Fürst Pückler Bombe serviert.

1954 | Besonderer Service

Nur einige Jahre nach Beendigung des Krieges konnte die Firma, 1954, einen großen Umbau in Angriff nehmen. Erstmalig wurde das gesamte Erdgeschoss betrieblich genutzt.

Otto E. A. Schulz bot seinen Kunden einen besonderen Service an: Wer seine bestellte Brille abholte, konnte bei ihm die Fahrpläne der Züge und Busse einsehen. Hierbei war er gerne behilflich und somit ging niemandem Zeit verloren.

1954 | Accessoire statt Sehhilfe

In den 1950er Jahren wandelte sich die Brille von der reinen Sehhilfe zum Assescoire. In der beliebten Frauenzeitschrift „Brigitte“ von 1958 heißt es: „Ärgern Sie sich nicht, wenn Sie eine Brille tragen müssen. Die modernen Brillen sind so flott, dass man sich verlieben möchte. Kaufen Sie sich, wenn Sie es sich leisten können, Ihre Brillen wie die Hüte - zu Ihren verschiedenen Garderoben passend.“

Diesem neuen Zeitgeist folgend, gestaltete Optiker Schulz seine Schaufenster modern und ansprechend.

1954 | De dree Klocken

An der Ecke Achternstraße und Ritterstraße befinden sich über dem dortigen Optikerladen ein Barometer, ein Thermometer und ein Hygrometer.

Diese Messer des Luftdrucks, der Wärme und der Luftfeuchtigkeit haben nicht die meist übliche Form, sie sind vielmehr alle drei wie eine Uhr eingerichtet; mit Ziffernblatt und Zeiger.

Stehen da einmal zwei Leute vom Lande in der Achternstraße und beschauen sich dies Wunderwerk. Der eine zieht seine Uhr aus der Weste, betrachtet sie, schaut dann zu den drei Uhren hinüber und sagt: „Du, Jan nu kiek doch, de verdreihten Stadtslü! Dree Klocken, un nich een darvan geiht richtig!“

„Du, Jan nun schau mal, die verrückten Städter! Drei Uhren und keine davon geht richtig!“

1927 | Ehrenmeister des Oldenburgischen Handwerks

Otto E.A. Schulz setzte sich sehr für das Augenoptiker-Handwerk ein. So war er 13 Jahre stellvertretender Obermeister der Augenoptiker-Innung Bremen und Bezirksmeister im Oldenburger Raum. Von 1962 bis 1969 war er stellvertretender Landesinnungsmeister für Niedersachsen und Bremen. 1967 wurde er mit dem silbernen Ehrenzeichen des deutschen Zentralverbandes der Augenoptiker ausgezeichnet. 1971 wurde Otto E.A. Schulz Ehrenmeister des Oldenburgischen Handwerks.

Otto E.A. Schulz erlernte sein Handwerk zu einer Zeit, als Lehrjahre noch nicht vergütet wurden, sondern der Lehrling Lehrgeld zu zahlen hatte.

1927 | Übernahme der Geschäftsführung

1901 kam Otto Emil August Schulz zur Welt. Im Alter von 17 Jahren begann er eine Lehre, u.a. in Bremen und kam 1927 als Angestellter in den elterlichen Betrieb zurück, und übernahm alleine die Geschäftsführung. Gemeinsam mit seiner Frau Marga führte er das Geschäft bis 1965.

1907 | Die Brille für den Beruf

1908 stellte Emil Schulz den ersten ausgebildeten Optiker ein. Der Berufszweig des Augenoptikers entwickelte sich sehr stark zu jener Zeit. 1910 wurde die erste Fachschule in Berlin eröffnet.

Zur Zeit von Emil Schulz kamen neben der Brille als Sehhilfe auch die Schutzbrille auf. Diese schützenden Brillen waren sogenannte Maskenbrillen, die ein Großteil des Gesichts mit samt dem Nasenrücken abdeckten. Als Begleitprodukt der Industrialisierung entwickelten sie sich um die Jahrhundertwende in vielfältiger Anwendung, zum Beispiel: als Auto-, Radfahr- und Fliegerbrillen. Sie kamen in den Einsatz beim autogenen Schweißen, beim Chemiker, beim Eisendreher, beim Steinhauer, im Sägewerk, im Berg- und Hüttenbau, beim Schiffsheizer und in vielen weiteren Berufszweigen.

1900 | Großherzoglichen Hofoptiker und Mechaniker

Den Stadtmagistrat Großherzoglicher Residenzstadt benachrichtigt die unterzeichnete Stelle ergebenst, daß S.K.H. (Seine Königliche Hoheit) der Erbgroßherzog geruht haben, den Optiker E.Schulz hierselbst zum Hof-Optiker und Mechaniker vom heutigen Tage zu ernennen.

Am 21. Februar 1900 wurde Emil Schulz vom Großherzog Friedrich August zum „Großherzoglichen Hofoptiker und Mechaniker“ ernannt. Sobald die herzogliche Familie den Optiker Emil Schulz rief, zog er seinen dunklen Anzug an und machte sich mit Brillen oder anderen Sehhilfen zum Schloß auf. Die Anerkennung als Hoflieferant war durch eine Urkunde bestätigt.

1899 | Neues Geschäftshaus

Das Unternehmen entwickelte sich prächtig und 1899 wurden die Geschäftshäuser 30 und 31 abgerissen und zu einem neuen und für damalige Zeiten modernen Geschäftshaus umgebaut.

1881 | Übernahmen des Familienunternehmens

1881 übernahm Emil Schulz die Leitung des Familienunternehmens. Er war gerade 20 Jahre alt geworden und hatte eine Schnellausbildung absolviert, als er die Selbständigkeit antritt.

Er galt als sehr sparsamer Mensch. Helmut Schulz gibt dafür ein Beispiel in seiner Rede zum 125jährigen Jubiläum des Unternehmens: „Ältere Kunden haben uns berichtet, dass Sie vor meinem Großvater immer Angst hatten, wenn sie wegen einer Reparatur zu uns ins Geschäft mussten. Sie wurden immer ausgeschimpft, denn die Brille sei ein sehr wertvolles Ding und man müsse damit sehr sorgfältig umgehen. Die Krankenkassen seien nicht für die fahrlässige Haltung der Brillenträger verantwortlich.“

Diese Haltung resultiert sicherlich aus der damaligen neuen Sozialgesetzgebung. Erst ab dem 1. Dezember 1884 gab es die kostenlose Brille. Vor 1884 war die Brille dem Klerus, dem Adel und dem Großbürgertum vorbehalten.

1860 | Vergrößerung

Bereits drei Jahre nach der Firmengründung wurden die Geschäftsräume in der Schüttingstraße zu klein und August Schulz zog in die Achternstraße 30 um.

August Schulz betrieb das neue Geschäft lediglich 16 Jahre, da er im Alter von 47 Jahren bereits verstarb. Sein Sohn und Nachfolger Emil Schulz war noch nicht geschäftsfähig und konnte die Geschäftsführung zunächst nicht übernehmen. So übernahm die Ehefrau von August Schulz diese Aufgabe.

1857 | Eröffnung

1857 eröffnete August Schulz im Alter von 28 Jahren in der Schüttingstraße 14, ein Geschäft für „optische, mathematische und physikalische Instrumente“.

Den Beruf des Optikers gab es zu dieser Zeit noch nicht. August Schulz nannte sich "Mechanicus" und verkaufte u. a. auch „Sehhilfen“. Bisher war er ohne festen Geschäftssitz tätig gewesen.

Die Eröffnungsanzeige erschien am 9. Mai 1857 in der Zeitung „Oldenburgische Anzeigen“.