Anpassung eines Hörgerätes

Anwendungsmöglichkeiten für einen Gehörschutz

Viele Menschen sind in ihrem beruflichen und privaten Alltag oftmals hohen Geräuschpegeln ausgesetzt. Während der Gesetzgeber für den Bereich des Arbeitsschutzes deutliche Richtlinien zum Schutz des Gehörs vorgibt, sind wir in allen anderen Bereichen meist auf unsere individuelle und subjektive Einschätzung angewiesen. Häufig besteht bereits eine beginnende Schwerhörigkeit, vielfach ohne auch nur darum zu wissen.

Hörschädigungen lassen sich prinzipiell sehr gut vermeiden, wenn entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen werden.

Es ist sinnvoll, damit so früh wie möglich zu beginnen, bevor Beeinträchtigungen des Gehörs in Form einer Hörminderung oder eines Tinnitus (Pfeifton im Ohr) erkennbar werden.

Ein Gehörschutz ist nicht nur relevant für die Gesunderhaltung der Ohren. Ein zu hoher Lärmpegel, vor allem über längere Zeiträume hinweg und auf regelmäßiger Basis, kann die Gesundheit auch auf anderen Ebenen beeinträchtigen. Stress ist unter anderem ein wesentliches Problem, unter dem viele Menschen bei nachhaltiger Lärmbelästigung leiden. Dies macht sich auf unterschiedlichste Weise bemerkbar, beispielsweise an möglichen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder deutlichen Einbußen der Aufmerksamkeitsspanne und Konzentrationsfähigkeit. Bei immer wiederkehrender erheblicher Lärmbelästigung ohne die Sicherheitsmaßnahme eines Gehörschutzes können die Beeinträchtigungen einen dauerhaften Krankheitswert bekommen.

Arbeits- und Musikwelt

Der Gesetzgeber hat das Tragen eines Gehörschutzes im Arbeitsbereich seit Februar 2006 klar definiert. Demnach besteht die Verpflichtung zum Tragen eines entsprechenden Schutzes ab 85 dB(A). Weiterhin soll bereits ab 80 dB(A) ein Gehörschutz zugänglich gemacht werden.
Von dieser Regelung betroffen sind Arbeitnehmer vor allem im Straßenbau, in der Industrie, in Stahlwerken und an Flughäfen. Auch Tätigkeiten im Veranstaltungsbereich erfordern einen Hörschutz, beispielsweise im Auto- und Motorsport, bei Feuerwerken oder bei Paraden und Demonstrationen. Der Hörschutz muss so konzipiert sein, dass der Lärmpegel reduziert wird, ohne das für die Tätigkeit erforderliche Hören einzuschränken.

Im Bereich der Musik sind vor allem Berufsmusiker betroffen. Dies gilt in erster Linie für Schlagzeuger, Bassisten und Orchestermusiker. Die Profis benötigen einen Hörschutz, der einerseits die musikalische Darbietung nicht einschränkt und andererseits vor der häufig mehr als 100 Dezibel erreichenden Lautstärke schützt. Die Klangqualität muss gewährleistet bleiben, was den Einsatz eines Hörschutzes mit speziellen Musikfiltern erforderlich macht.

Freizeitbereich und Reisen

Im Freizeitbereich gibt es einen hohen Bedarf an Hörschutz. Dies beginnt bei der Ausübung von Hobbies und umfasst ebenso verschiedene sportliche Aktivitäten. In Bezug auf private Hobbies zählt das beliebte Heimwerken zu den relevanten Schutzaspekten. Hier kommen regelmäßig Bohrmaschinen, elektrische Sägen und Hämmer zum Einsatz, die bereits nach wenigen Minuten ohne Schutz zu Unwohlsein und Kopfschmerzen führen können. Im Bereich des Sports sind das Schwimmen und Tauchen zu nennen, bei denen zwar keine akustischen Beeinträchtigungen zu erwarten sind, ein Hörschutz jedoch das Eindringen von Wasser in die Ohren verhindert.

Auf Reisen rentiert sich ein Hörschutz vor allem für Vielflieger. Hier hilft der Schutz nicht nur angesichts der erheblichen Lautstärke der Turbinen, sondern insbesondere in Bezug auf den Drucksausgleich im Flugzeug. Der hier geeignete Hörschutz verfügt über eine schalldämmende Funktion und spezielle Filter.
Auch ein hoher Lärmpegel, beispielsweise bei Städtetouren oder überlauten Veranstaltungen und Partys im Urlaub, kann den Erholungswert erheblich beeinträchtigen. In dem Fall bietet ein Hörschutz die nötige Regulierung der Hintergrundgeräusche und reduziert auf diese Weite den Stresslevel.

Kinder versus Erwachsene

Ein Hörschutz für Erwachsene erschließt sich unmittelbar durch die vielfältigen Gegebenheiten, angefangen von Lärm am Arbeitsplatz über Lärm im Freizeitbereich bis hin zu verschiedenen Schutzfunktionen in zahlreichen Alltagssituationen. Es gibt für jede erdenkliche Situation das passende Produkt und für den Langzeitbedarf die Möglichkeit einer individuellen Anpassung.

Bei Kindern ist ein Hörschutz besonders wichtig, auch wenn vielfach die Annahme besteht, in jungen Jahren sei ein solches Produkt noch nicht erforderlich. Allerdings sind gerade bei Kindern die Schutzmaßnahmen für das sich noch in der Entwicklung befindliche Ohr wesentlich. Eine sehr hohe Lärmintensität kann ungeschützt schon bei Kinderohren zu irreversiblen Schädigungen führen. Je früher das menschliche Ohr regelmäßigen hohen Lärmpegeln ausgesetzt ist, desto frühzeitiger können sich erste Hörschäden entwickeln.
Die Einsatzfelder sind ähnlich wie bei Erwachsenen. Darüber hinaus hat sich bei vielen Kindern die Zeit der Hausaufgaben für die Schule als hilfreich erwiesen. Nicht jedes Kind findet zu Hause ruhige Bedingungen vor, sei es durch laute Umgebungsgeräusche oder die übliche Familienakustik. Ein Hörschutz kann die Außengeräusche dämmen und das Konzentrieren entsprechend erleichtern.

Individuelle Anpassung

Menschen, die besonders regelmäßig und wiederkehrend einen Hörschutz wünschen, sind auf lange Sicht mit einem individuell angepassten Produkt am besten beraten. Zu diesem Zweck wird ein Abdruck des Außenohrs genommen sowie des Gehörgangs. Aus diesem Abdruck wird ein Hörschutz, die sogenannte Otoplastik, hergestellt, die sich exakt und mit absoluter Passgenauigkeit an das Ohr anpasst und entsprechend größtmöglichen Komfort bietet. Eine persönliche Beratung vor der Anfertigung gewährleistet eine präzise Version der benötigten akustischen Dämmung. Hierzu werden sogenannte selektive Filter verarbeitet, die genau auf den jeweiligen Bedarf zugeschnitten sind. Eine perfekte sprachliche Qualität und Verständlichkeit wird auch in Lärmsituationen ermöglicht. Darüber hinaus ist das Ohr stets ausreichend belüftet, ein Verschlusseffekt entsteht nicht.

Die individuelle Anpassung ist für jede erdenkliche Form des Lärmschutzes geeignet. Im Vordergrund steht der Bedarf einer häufigen Nutzung, die aufgrund eines sich regelmäßig wiederholenden Lärmpegels gegeben ist. Die Individualität der Hörschutz-Filter orientiert sich am konkreten Einsatzgebiet. Für Musiker sind andere Gegebenheiten relevant als für Motorradfahrer. Taucher benötigen eine andere Art des Hörschutzes als Menschen mit einer Schlafstörung.
Auch in der Arbeitswelt ist ein individueller Hörschutz möglich. Arbeitgeber, die Wert legen auf einen besonders umfassenden Schutz für ihre Mitarbeiter, können durch die personenbezogene Anpassung ein zielgerichtetes Produkt erwerben. Gerade in Großraumbüros kommt ein solcher spezifischer Hörschutz häufig zum Einsatz.

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