Anpassung eines Hörgerätes

Effektiver Gehörschutz für Silvester

Dass eine dauerhaft hohe Lärmbelastung zu bleibenden Schäden am Gehör führen kann, ist allgemein bekannt. Weniger Bewusstsein herrscht dafür, dass auch kurzzeitige, hochfrequente Schallspitzen – wie sie etwa durch Knallkörper entstehen – zu einer irreversiblen Schädigung des Gehörs führen können.

Rund um die Neujahrsfeierlichkeiten herum ist das Risiko, sich einen Hörschaden zuzuziehen, besonders hoch!

Oft schon Wochen vor dem offiziellen Jahreswechsel beginnt die Lärmbelastung durch Böller, Knaller und Co., um am 31.12. gegen Mitternacht ihren alljährlichen Höhepunkt zu erreichen.

Lärmempfindliche Menschen, Kleinkinder und Babys leiden unter dieser Belastung besonders. Es ist aber nicht immer möglich, sich während der Belastungsspitze durchgehend in einer lärmgeschützten Umgebung aufzuhalten. Ist damit zu rechnen, dass eine Lärmbelastung unvermeidlich ist, lassen sich Schutzmaßnahmen ergreifen, die bleibende Hörschäden mit großer Sicherheit verhindern können. Im folgenden finden Sie einen Überblick über die Entstehung von Hörschäden und wie man diese durch effektiven Gehörschutz verhindert.

Wie entsteht ein Gehörschaden?

Durch Schall verursachte Gehörschäden treten am häufigsten im Innenohr, der zentralen Schaltstelle unseres Hörsinns, auf. Dort liegt die Cochlea oder Hörschnecke, deren Haarzellen in der Lage sind, Vibrationen aufzunehmen, in elektrische Impulse umzuwandeln und diese als Signale an den Hörnerv weiterzuleiten. Die Sinneszellen der Cochlea sind sehr empfindlich gegenüber schädigenden Einflüssen: Schon eine geringe Beeinträchtigung kann das fein abgestimmte System der Schallübertragung im Innenohr spürbar aus dem Gleichgewicht bringen.

Ursache für die Einschränkung der Hörfähigkeit ist oft eine Überlastung der Haarzellen mit anschließender Funktionseinschränkung. Zusätzlich können – je nach Intensität der Lärmbelastung – kleinere mechanische Schäden im Innenohr auftreten, die ebenfalls zu einer Verminderung des Hörvermögens führen können.

Welche Gehörschäden können durch Knallkörper entstehen?

Folgende Hörschäden sind klassische Folgen einer Belastung mit einem kurzzeitigen starken Schallimpuls:

  • Knalltrauma: das Knalltrauma wird typischerweise von sehr kurzen, in unmittelbarer Nähe stattfindenden Schallimpulsen von mindestens 135 Dezibel ausgelöst. Dabei kann es sich um Explosionen von Böllern oder Feuerwerkskörpern, Schüsse, das Platzen von Autoreifen oder Gasexplosionen handeln. Symptome eines Knalltraumas sind Schmerz sowie eine vorübergehende starke Höreinschränkung und/oder Ohrgeräusche.
  • Tinnitus: Unter dem Begriff Tinnitus versteht man Ohrgeräusche unterschiedlichster Ursachen, die auch noch lange Zeit nach einem auslösenden Ereignis – etwa als Spätfolge einer intensiven Lärmbelastung – auftreten und chronisch verlaufen können. Häufig werden die Geräusche als Brummen, Klingeln, Zischen, Rauschen oder Knacken beschrieben. Der Tinnitus wird von Betroffenen oft als sehr belastend erlebt, da kaum effektive Therapien zur Verfügung stehen.
  • Schwerhörigkeit: An sich eine normale Alterserscheinung, kann Schwerhörigkeit auch frühzeitig durch dauerhafte oder sehr intensive Lärmbelastungen ausgelöst werden.

Effektiver Schutz vor Lärmschäden: Welche Produkte eignen sich für wen?

Lärmschäden lassen sich durch rechtzeitige Schutzmaßnahmen weitgehend vermeiden. Zur Auswahl stehen im Wesentlichen Gehörschutzstöpsel aus Schaumgummi oder Silikon, die es in unterschiedlichen vorgeformten Ausführungen gibt und die in den Gehörgang eingeführt werden, sowie sogenannte Kapselgehörschützer, die von der Form her Kopfhörern ähneln und das gesamte Ohr abschirmen.

Allerdings ist es für eine effektive Schutzfunktion wichtig, nicht einfach zum nächstbesten Produkt zu greifen – nicht jeder Gehörschutz eignet sich automatisch für jedes Ohr. Das trifft besonders auf Kinder und Babys zu: Sie tolerieren Ohrstöpsel oft nicht, entfernen sie aus dem Ohr oder verlieren sie unbemerkt, wenn sie nicht wirklich gut passen. Aus diesen Gründen eignet sich Kapselhörschutz für die Kleinen und Kleinsten wesentlich besser.

Bei der Auswahl eines geeigneten Kinderhörschutzes sollte darauf geachtet werden, dass er den aktuellen technischen Sicherheitsnormen entspricht – Vorsicht somit bei Bestellungen von unbekannten Anbietern oder bei fehlendem Sicherheitszertifikat! Außerdem ist es wichtig, dass der Kindergehörschutz gut passt: das Ohr sollte komplett umschlossen sein, die Kapseln sollten aber nicht drücken oder zu locker sitzen. Babys fühlen sich mit einem sehr weichen, anpassungsfähigen Kapselgehörschutz am wohlsten, der sie weder beim Schlafen noch bei Drehbewegungen des Kopfes behindert.

Im Prinzip gelten diese Auswahlkriterien auch für Erwachsene: Effektiver Schutz besteht dann, wenn Ohrstöpsel den Gehörgang ausfüllen, ohne Druckschmerz zu verursachen, Kapselhörschützer müssen bequem sitzen und das gesamte Ohr umschließen.

Die Auswahl eines individuell passenden Produktes gestaltet sich auch hier nicht allzu schwierig, da das Angebot ausreichend groß ist: Vorgeformte Ohrstöpsel werden beispielsweise auch in eigenen Ausführungen für Frauen und Mädchen angeboten, die gewöhnlich kleinere Gehörgänge haben und deshalb mit herkömmlichen Modellen nicht immer zurecht kommen. Besonders weiche Materialien zur Schonung empfindlicher Gehörgänge sind allen zu empfehlen, die zu Entzündungen oder Druckstellen im Gehörgang neigen.

Kapselgehörschutz für Erwachsene ist in nach Art der Lärmbelastung unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Es existieren Modelle für wechselnde Lärmbelastung ebenso wie solche, die elektronische Komponenten zur Filterung unterschiedlicher Geräuschimpulse enthalten (aktiver Gehörschutz). Diese Modelle haben den Vorteil, dass leise Geräusche wie Sprache oder Warnsignale gut wahrgenommen werden können, während belastender Lärm aktiv weggefiltert wird.

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